Samstag, 25. Oktober 2008

Göttingen: 2. Semester

Hallo liebe Leute,

so einiges ist passiert seit meinem letzten Eintrag. Allerdings passieren die aufregenden Dinge nicht mehr so schnell hintereinander wie in Ecuador, daher die längere Pause.
Mein 1. Semester Volkswirtschaftslehre an der Uni Göttingen hab ich runtergebogen und das mit nicht mal so schlechten Noten. Studieren ist schon was ganz anderes als in Projekten zu arbeiten - im postiven wie im negativen Sinn. Die ersten paar Monate hab ich mich hauptsächlich um aktives Studieren, Feiern auf Studentenpartys und Abhängen mit meinen unglaublich netten WG-Freunden konzentriert. Im Juni waren wir (meine WG und ich) auf dem Fusion-Festival auf einem ehemaligen sowjetischen Militärflughafen, was sich auch ziemlich gut als Kulisse gemacht hat, weil das ein ganz schön stranges Festival mit viel guter Musik war.

Am 18. Juli hat sich dann alles geändert: Meine Freundin Joana ist aus ihrem ersten Semester des Master-Studiums aus Chile in Frankfurt angekommen. Wir waren beide sehr glücklich uns wiederzusehen, haben dann aber doch ein paar Wochen gebraucht um uns nach einem halben Jahr räumlicher Trennung wieder zusammenzufinden (Joana musste sich ja auch erst an Deutschland gewöhnen).
Mittlerweile gehts uns wieder sehr gut. Meine Eltern und Stefan haben uns im August besucht und uns mit der Einrichtung in der neuen Wohnung geholfen. Danach bin ich mit ihnen auf einen Kurzbesuch in Österreich mitgefahren während Joana in Göttingen ihren Deutschkurs gemacht hat. Auch ein paar kleinere Reisen (Goslar (D), Eisenach (D) und Amsterdam) standen am Programm - Fotos sind unter der Rubrik "Deutschland 2008" zu finden.
Seit zwei Wochen studieren wir auch schon wieder. Joana hat dieses Semester in ihrem Master in Agribusiness noch mehr zu tun als in Chile und auch bei mir wird´s anstrengender, weil ich eine Prüfung in Business English vorziehe.

Als nächstes auf dem Programm stehen schon die Weihnachtsferien, die wir in Österreich verbringen wollen. Ich hoffe, möglichst viele bekannte Gesichter wiederzusehen und freue mich schon, Joana mein Land zeigen zu können.

Liebe Grüße,
Markus

PS: Ich hab endlich die veralteten Volontärs-Kollegen Homepages ausgemistet. Es bleibt leider nur mehr eine übrig, und die ist von Thomas Strasser, der derzeit in Malawi ein ziemlich interessantes Projekt macht - reinschauen lohnt sich!

Samstag, 29. März 2008

Ankunft in Göttingen

Hallo Leute,

nach einer zweitägigen Mitfahrt im LKW bis Kassel und anschliesender Zugfahrt bin ich gestern um ca. 15:00 in Göttingen, Niedersachsen, angekommen.

Bis zum Start meines Studiums bleiben noch ca. 14 Tage und die Zeit werd ich gut nützen um mich einzugewöhnen.

Liebe Grüße,
Markus

Mittwoch, 02. Jänner 2008

Wieder in Österreich!

Hallo Familie und Freunde!

Ich bin gestern um ca. 13:00 am Wiener Flughafen angekommen - mein Koffer dann einige Stunden später auch.
Ich wünsche allen ein Gutes neues Jahr und hoffe euch bald wiederzusehen.

Liebe Grüße,
Markus

Montag, 24. Dezember 2007

Frohe Weihnachten!

Ich wuensch Euch allen ein frohes Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Nachdem ich am 31. Dezember schon im Flugzeug sitze wird das mein letzter Eintrag fuer heuer sein. Vielleicht gibts vor Jahresende noch ein paar Fotos.

Liebe Weihnachtsgruesse aus dem sehr sonnigen Ecuador,
Markus

Freitag, 16. November 2007

November in Quito

Hallo Leute!

Wieder ist ein Monat vergangen - wir sind mitten im November - und es Zeit sich wieder zu melden.
Meine Arbeit ist endgueltig abgeschlossen, auch mein sehr geringes Volontaers-Gehalt habe ich bereits ausgegeben, aber mir bleibt eine interessante Erfahrung. Auch die Strassenkinder aus meiner Volontaerszeit habe ich wieder bescucht und es hat sich nicht viel veraendert im Sektor Iñaquito.

In der Fundación Proyecto Salesiano "Chicos de la Calle", meinem ehemaligen Arbeitgeber, gab es allerdings einen traurigen Vorfall: Der Chef der Fundación, Padre Ivano Zanovello, ist am 09. November in seiner Heimat Italien gestorben. Neun Jahre lang hat er die Fundacíon geleitet und sich fuer Kinder und Jugendliche in der "Zona Norte" (den Staedten Quito, Esmeraldas, St. Domingo, San Lorenzo und Ambato) eingesetzt. Die Trauerfeier fand diesen Dienstag statt. Wer nun die Fundación leiten wird ist noch unklar.


Eine noch traurigere Mitteilung gibt es aus Oesterreich: Eine gute Freundin und Jungscharkollegin, Barbara Handler, ist am 06. November gestorben. Nach einigen Monaten schwerer Krankheit hoffe ich, dass es ihr jetzt besser geht. Babsi hat mir mit ihrem Homor, ihrer Erfahrung und ihrem Selbsterstaendnis zum Positiven einige unvergessliche Momente beschehrt und ich bin froh, sie kennengelernt zu haben. Danke Babsi, und machs gut.


Anbei findet ihr Fotos vom Ausflug zur Laguna "Quilotoa" (unter Sept./Okt.). Meine letzten Wochen hier gemeinsam mit der Joana geniesse ich vor allem Deutsch lernend und Studium vorbereitend. Die vorweihnachtliche Stimmung bei manchmal annaehernd 30 Grad hat mich noch nicht so richtig erwischt, und wuensch euch dafuer umso mehr einen schoenen und kalten Adventbeginn.


Liebe Gruesse aus Ecuador,
hasta pronto,
Markus

Montag, 08. Oktober 2007

Halbzeit

Hallo Leute!

Es ist Anfang Oktober - Halbzeit - und ich weiss, ich hab den September ausgelassen. Tut mir auch leid, aber es war ziemlich stressig im letzten Monat. Damit mein Blogg nicht fad wird erzaehl ich wieder mal ein bisschen:

Meine Arbeit ueber die Zustaende in ecuatorianischen Gefaengnissen ist so gut wie beendet. Ich habe mit der Anwaeltin zusammen in den Staedten Quito, Ibarra, Esmeraldas und Tulcán die jeweilige Situation der Gefangenen, bzw. die Art der Anzeigen, Verfahren, Gerichtssprueche, Strafvollzuege etc. abgecheckt. Die Situation in Justiz und Gefaengnissen ist anhand der Tatsache, dass Ecuador ueber annaehernd gleiche Regelungen und Gesetze wie Oesterreich verfuegt erschreckend. Aber gerade an den Zustaenden dieser Einrichtungen laesst sich eben oft auch der Entwicklungsstand einer Nation (sprich "Bananenrepublik") ablesen.




Das ist das Deckblatt unserer Broschuere. Fotos von den Gefaengissen gibts leider keine - es ist natuerlich verboten solche Zustaende anhand von Bildern festzuhalten!


Vor drei Wochen haben wir wieder einmal ein Wochenende lang Strand und Meer genossen. Zusammen mit Dennise, Carl und Martin (1x Ecuatorianerin, 2x Oesterreicher) sind Joana und ich an den Strand von Mompiche gefahren. Das war auch der letzte gemeinsame Urlaub von meinem alten Wohungskollegen und guten Freund dem "Coarl", der vor einer Woche in Richtung Oesterreich verschwunden ist. Jetzt haben sich endgueltig alle Oesterreicher aus meiner Volo-Zeit aus Ecuador entfernt, aber es kommen ja immer wieder welche zurueck!


Bezueglich Zukunftsplaene sind Joana und ich gerade dabei Deutsch zu lernen. Sie hat die Englisch-Pruefung geschafft und wird - so hofft man - nun endlich von der Universitaet in Goettignen aufgenommen. Warum Englisch bestehen und dann auf einmal Deutsch lernen? Weil sie fuer ihr Stipendium ein realistisches Minimum an Deutsch-Kenntnissen braucht. Das heisst: Jeder der die Moeglichkeit hat, sollte sich eine Freundin im eigenen Land suchen. Wer nicht, der moege sich daran gewoehnen seine Zukunftsplaene des Oefteren zu aendern.


Ich hab gehoert in Oesterreich wirds schon herbstlich - also schickt mir bitte ein paar Fotos von der Gelb-Rot-Orange eingefaerbten Gegend! Herbst in Oesterreich ist Beginn der Regenzeit in Ecuador. Es wird kalt und nass, aber diesmal bin ich ja darauf vorbereitet.

Anbei ("Fotos - Sept./Okt. 2007") schick ich ein paar Fotos mit.



Ich wuensch allen einen schoenen Herbst,
liebe Gruesse aus Ecuador,
Markus

Dienstag, 21. August 2007

Arbeiten und Urlauben mit 21!

Hallo Freunde und Verwandte!

Nach einem Monat in Ecuador melde ich mich wieder.
Mittlerweile bin ich bereits 21, am 19. August gabs eine Riesenfeier mit allen Kindergeburtstagsspielen. Angefangen von "Zerschlag den Ton-Kopf mit einem Stecken" ueber Sessel- und Huepfspiele bis hin zum "Drueck das Geburtstagskind mit dem Gesicht in die Torte" war alles dabei. Organsiert hat das ganze die Joana, der ich viel Dank und auch eine gesunde Portion Rachegefuehle engegenbringe. An dieser Stelle auch ein Dankeschoen fuer die Geburtstagswuensche und ein Macht-Nichts falls sich jemand nicht errinert hat - ich bin keinem boese.

Zuerst das Vergnuegen, dann die Arbeit! Auf diesen Spruch zurueckgreifend habe ich mit der Joana in meiner letzten freien Woche vor Arbeitsantritt (siehe weiter unten) einen Urlaub im Sueden Ecuadors gemacht. Von den Kolibries an der peruanischen Grenze gings in die alte Goldgraeberstadt Zaruma und danach ueber Loja nach Vilcabamba, wo die aeltesten Menschen Ecuadors (bis zu 120 Jahre) leben. Danach machten wir uns auf ans Meer und ich verbrachte ein verregnetes Wochenende mit Joana und ihren zwei Schwestern am Strand in Canoa. Alles in Allem ein sehr schoener Urlaub, der mir genung Energie geben sollte, um meine erste Arbeitswoche zu ueberstehen:

Seit letztem Montag arbeite ich zusammen mit einer Anwaeltin an einem Projekt ueber die Zustaende in ecuatorianischen Gefaengnissen, bzw. ueber die Nicht-Einhaltung der Bestimmungen im Bezug auf Haftbedingungen und Strafvollzug. Wir versuchen in den naechsten Monaten genug Informationen zu sammeln, um damit eine vernuenftige und glaubwuerdige Basis fuer Staat, NGOs und eventuell kirchliche Organisationen zu geben. Dafuer muss ich natuerlich auch Gefaengnisse besuchen und ich bin schon sehr gespannt darauf. Ueber meine Erfahrungen in diesem mir noch voellig neuen Bereich gibts dann im naechsten Bericht Infos.

Fotos findet Ihr im rechten Rand unter "Fotos" - "August 2007".

Liebe Gruesse aus Ecuador,
chao,
Markus